|
Die Gemeinde Neuenegg wird im Süden durch die Sense und im Norden durch den Forst begrenzt. Als landschaftliche Hauptelemente stechen hervor: die Talsohle der Sense mit ihren Auwäldern, den relativ spät urbarisierten Wiesland- und Ackerflächen und dem Schwergewicht des Siedlungsgebietes, die nach Norden anschliessenden Steilhänge, welche ihrer vorzüglichen Wohnlage wegen als begehrtes Baugebiet gelten, die fruchtbaren, landwirtschaftlich intensiv genutzten Terrassen und sanft ansteigenden Hänge gegen den Forst hinauf und das grossräumige, meist bewaldete Schotterplateau des Forstes.
Verkehr
Die Sensetalbahn STB gewährleistet den Anschluss an das SBB- und BLS-Netz. Über die Kantonsstrasse und den Autobahnzubringer Neuenegg-Au ist die Gemeinde direkt an die A 12 angeschlossen.
Umliegende Gemeinden
Laupen, Mühleberg, Bern und Köniz sind unsere Nachbargemeinden auf bernischem Gebiet; Ueberstorf, Wünnewil-Flamatt und Bösingen auf freiburgischem Gebiet.
Einige Zahlen
Die Gesamtfläche der Gemeinde beträgt 2182 ha. Davon sind
- Acker- und Wiesland 1250 ha
- Wald 766 ha
- Auwald 29 ha
- Siedlungsfläche 68 ha
- Verkehrsfläche 53 ha
In den Waldbesitz teilen sich die Burgergemeinde Bern mit 559 ha, die Privaten mit 205 ha und die Gemeinde mit 2 ha.
Neuenegg zählte am 31. Dezember 2009 4'917 Einwohner.
Kulturelles
Die rege Vereinstätigkeit von Thörishaus bis Süri, die Arbeit der Kommission für Erwachsenenbildung, Kultur und Freizeit und die Aktivitäten der mit zwei Pfarrstellen besetzten Kirchgemeinde sind Zeugnis dafür, dass Neuenegg nicht gewillt ist, zu einer gesichtslosen Vororts- und Schlafgemeinde abzusinken.
Geschichte
Neuenegg ist eng mit der altbernischen Geschichte verbunden: Am Anfang, nur 15 Jahre nach dem Erwerb von Laupen, Neuenegg und Forstgebiet, steht 1339 die für Bern siegreiche Schlacht bei Laupen auf dem Bramberg (Denkmal 1853 errichtet). Am Ende des alten Staates retteten am 5. März 1798 Oberländer Truppen in Neuenegg Berns Ehre durch den Sieg über eine mehrfache französische Uebermacht (Denkmal mit Inschrift von Albrecht Haller oberhalb Neuenegg, 1866 erbaut; Grabstätte der 135 Gefallenen, Anlage von 1863). Zur Erinnerung daran findet jährlich am ersten Märzsonntag das historische Neuenegg Schiessen statt. Das Gemeindewappen mit dem goldenen Stern auf grünem Dreiberg in blauem Schild erinnert an das alte Landgericht Sternenberg, dessen Gerichtsstätte sich einst auf dem Landstuhl befand.
Wirtschaft
Die volkswirtschaftliche Struktur der Gemeinde kann als sehr ausgewogen bezeichnet werden; neben den auf das gesamte Gemeindegebiet verteilten 92 Land- und Forstwirtschaftsbetrieben sind momentan rund 165 Handels- und Gewerbebetriebe mit rund 920 Arbeitsplätzen vorhanden. In den gut gelegenen Gewerbe- und Industriezonen sind noch Landreserven vorhanden.
|